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No Photos 7th Jun 2012 - 8th Jun 2012
Assuan, Luxor & Mininilkreuzfahrt

Im Morgengrauen werde ich abgeholt und nachdem wir noch zwei andere Pärchen eingesammelt haben, machen wir uns auf den Weg Richtung Assuan. Wir fahren direkt durch die Wüste und sind umgeben von scheinbar unendlicher Leere.

Nach vier Stunden kommen wir in Edfu an. Diese oberägyptische Stadt ist am Westufer des Nils gelegen, ca. 100km nördlich von Assuan und ca. 80km südlich von Luxor. Dort besuchen wir den Horus-Tempel, der als einer der besterhaltensten Tempel Ägyptens gilt. Besondere Merkmale sind der Pylon, die 32 Säulen, die Heilige Barke (Totenschiff), das Laboratorium und das Nilometer. Nachdem wir uns an diesem imposanten Buawerk sattgesehen haben, geht es auf zum Assuan-Staudamm.

Mit Hilfe des Assuan-Staudamms wird der Wasserstand des Nils geregelt. Dabei entstand durch die Stauung des Wassers vor dem Damm der Nassersee. In der Gegend von Nubien wurden dadurch auch viele Kulturgüter überschwemmt. 17 von 18 Tempel konnte man aber retten, wie zum Beispiel den Isis-Tempel, der von der Insel Philae auf die höhere Insel Agilkia versetzt worden ist.

Auch den Isis-Tempel besuchen wir und sind überwältigt von seiner Größe und Schönheit. Viele Geschichten und Mythen lassen sich aus den Hieroglyphen, die die Wände schmücken, herauslesen. Anschließend beginnt der für mich schönste Teil der Reise: die Mininilkreuzfahrt.

Um 16 Uhr checken wir auf der „Lady Mary“ ein. Man merkt übrigens Uaswirkungen der Krise in Europa und der Unruhe in Ägypten. Von den ca. 300 Nilkreuzfahrtschiffen sind derzeit nur 17 ausgelastet. Ich habe großes Glück und bekomme eine wunderschöne Kabine – siehe Fotos. Hier lässt es sich sicher auch länger aushalten! :)
Gegen 18 Uhr geht langsam die Sonne über dem Nil unter und es wird zum Abendessen eingeladen. Nach einem gemütlichen Abend an Deck, kuschel ich mich in meine „Koje“und bin gespannt was der nächste Tag so bringt.

Auch am nächsten Morgen stehe ich früh auf, diesmal um den Sonnenaufgang zu sehen. Was für ein Naturschauspiel! Nach den Frühstück müssen wir auch schon wieder Abschied nehmen von der „Lady Mary“. Übernacht sind wir von Assuan nach Esna gefahren und haben es jetzt nicht mehr weit bis zum Tal der Könige.

Da Fotoapparate und Kameras nicht erlaubt sind, habe ich keine Fotos von den Gräbern und Grabmalerei die wir besichtigen. Das finde ich aber auch nicht so schlimm, wenn dadurch in 100 Jahren noch immer viele Menschen diese jahrtausende alten Schätze sehen können.

Weiter geht es zum Mittagessen, wo uns nebenbei auch Ketten mit Anhäger verkauft werden, wo der Name in Hieroglyphen drauf steht. Für 25 Euro hole ich mir so eine Kette in Silber mit goldenen Lettern. Mit der Kutsche fahren wir anschließend zum Karnak-Tempel in Luxor.

Die breite Widdersphinxallee führt uns vom der einstigen Anlegestelle der Kultbarken bis zum ersten Pylon des Tempel. Das riesige Tempelarial wurde in verschiedenen Dynastien erbaut und blieb unvollendet. Beeindruckend sind vorallem der riesige,132 Säulen zählende Säulensaal, die Obilisken der Hatschepsut und die beiden Statuen von Ramses II. mit seiner Lieblingstochter. Letzterer soll 90 Frauen und über 200 Kinder gehabt haben... Lustmolch!

Nach Besuchen in einer Pafümerie, Alabster- und Papyrusfabrik nehmen wir Abschied von Luxor und machen uns auf den Rückweg durch die Wüste.



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