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Weltreise ::: Media-on-Tour
No Photos 15th Feb 2007 - 15th Feb 2008
"Immer der Sonne nach": Eine Weltreise - Vancouver Island

09.7.2006: ...gut, dass wir noch leben! Aktuell sind wir auf Vancouver Island. Wir wollen Wale beobachten. Dazu sind wir die vergangenen Tage bis hoch zum weltberühmten Telegraph Cove gefahren. In dem ökologischen Reservat "Robson Bight" tummeln sich die Killerwale - und wir wollen uns mit ihnen tummeln. Wir mieten uns ein Doppelkajak und fahren los. Falk saß einmal in so einem Boot und Jenni noch nie - beste Voraussetzungen also für ein perfektes Abenteuer. Der erste Tag ist super. Wir haben tolles Wetter und eine kleine Robbe, die neben unserem Kajak schwimmt, macht die Tour zum Erlebnis. Dann plötzlich: Vor uns tauchen Schweinswale auf und schnaufen an der Oberfläche. Immer wieder können wir die kleinen Flossen aus dem Wasser auftauchen sehen. Am Abend kommen wir an einem Zeltplatz an und schlagen uns die Bäuche voll - schließlich ist Kajaken sehr anstrengend. Der Clou an dem Campground: Die Öko-Toilette. Nach dem Geschäft muss man mit Rindenmulch das Loch füllen und dann baut sich alles von allein ab. Toll! Dazu sitzen wir auf dem örtchen mitten im Regenwald. Denn das Klima auf Vancouver Island ist subtropisch. Irgendwann kommen wir trotzdem wieder runter... Der zweite Tag beginnt zunächst relaxt. Nach dem Aufstehen geht es ins Kajak und weiter Richtung "Robson Bight". Dort angekommen werden wir von einer Aufseherin postwendend zurückgeschickt, weil das Gebiet für Touristen gesperrt ist. Die nette Frau kündigt uns zudem an: "Ein Stürmchen kommt." Sie empfiehlt uns für den Sturm einen Zeltplatz auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht. Da hätten wir unsere Ruhe. Langsam ziehen die Wolken auf. Die See wird rauher. Noch glücklich erreichen wir den Platz ... noch ... denn der Boden des Zeltplatzes ist so matschig, dass wir keinen Fuß darauf stellen können, geschweige denn ein Zelt ::: Falk: "Komm Jenni, das schaffen wir! Wir fahren nochmal rüber zu unserem Campground von gestern." Jenni: "Klar, das schaffen wir, bevor der Sturm beginnt..." ::: Doch der kommt schneller als vermutet. Die Wellen schlagen immer höher, das Kajak wird hin und hergeworfen. Die Strömung zieht unser Kajak in alle Richtungen. NUr nicht in die in die wir wollen ::: Falk: "Verdammte Sch...wir müssen hier weg..." Jenni: "Wohin, wohin???...los jetzt!" ::: Die meterhohen Wellen tauchen das Kajak immer tiefer unter Wasser. Mit aller Kraft ziehen wir es wieder nach oben. Nach zwei Stunden Pazifikwellen und mehr Wasser im Boot als in der See erreichen wir eine Bucht, in der wir bleiben können. Hier schlagen wir unser Zelt auf und machen uns am Feuer trocken. Das Zelt können wir geschützt im Wald aufschlagen. Geschützt? In der nun folgenden Nacht geht das Chaos erst richtig los. Es stürmt, es regnet, das Meerwasser steigt und das Kajak muss extra gesichert werden. Doch schlimmer noch - eine Maus frisst sich in unser Zelt ::: Jenni: "Falk, hörst du das? Da knabbert was. Das ist bestimmt ne Maus." Falk: "Ach, Quatsch. Schlaf weiter!" ::: Doch Jenni hat recht. Die Maus hat sich unsere Plastiktüte auserkoren, in der bis vor wenigen Stunden noch Erdnüsse waren. Nun sitzt sie mit uns im Zelt und wir aufrecht, um ihr zu zeigen, wer hier im Zelt das Sagen hat. Nach mehreren Stunden Suchaktion, Maus erneut vertreiben und paranoiden Anfällen (Jenni: "Falk, hörst du, die ist wieder da..." (Tannennadeln fallen aufs Zelt) können wir schlafen und verpassen das Vorbeischwimmen der Killerwale in der Frühe. Erst später am Morgen wachen wir auf. Jetzt heißt es noch einmal alle Kräfte sammeln und ein letztes Mal stürzen wir uns erneut in die Fluten. Der Sturm hat zum Vortag noch etwas zugenommen. Wir brechen die Wellen, wir schlagen uns durch, die Arme werden immer schwächer und die Beine verkrampfen. Glücklich, aber erschöpft, erreichen wir viele Stunden später den Hafen von Telegraph Cove. Wir liefern das Kajak ab, duschen...Aus!...

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