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Kall on tour
17th Feb 2007
Die Wueste lebt (Barmera II)

Heute mit:
- Silvester In Adelaide
- Kanufahren
- Unwetter
- Boat Trip
- Karaoke
- Road Trip
- Car Crash
und vielem mehr.

Moin,
wie ihr aus dem neu eingefuehrten Inhaltsverzeichnis entnehmen koennt, ist im vergangenen Monat einiges passiert, also gehe ich am besten chronologisch durch all diese Ereignisse.
Zunaechst war da die Silvesternacht in Glenelg (Strandbezirk in Adelaide), wo mit 60000 Leuten, Bands und Feuerwerk kraeftig bis in die Morgenstunden gefeiert wurde. Nachdem ich ausgeschlafen hatte, ging es am Neujahrsabend zurueck nach Barmera, um am Tag drauf wieder in den Arbeitsalltag zurueckzukehren. Um in diesen Alltag wenigstens etwas Abwechslung zu bringen, liehen wir (die Barmera Backpacker) uns an einem Tag Kanus und Kayaks aus und machten damit Lake Bonney unsicher.
Mitte Januar kamen dann die Unwetter: zunaechst wirbelten Mini-Zyklone durch Renmark (der Ort der Arbeitsplaetze) und maehte ganze Felder, Haeuser und halt alles, was im Weg war nieder. Mein Arbeitgeber war Gott sei Dank nicht betroffen. Ein paar Tage spaeter kam dann der Regen. Regen ist in Suedaustralien eigentlich schon Sensation genug, aber diesmal prasselte es nieder, wie seit 10 Jahren (!) nicht mehr. Ergebnis: Kanaele liefen ueber, unser Hostel inklusive unser Zimmer standen unter Wasser. Also wurde per Grosseinsatz der Backpacker das Wasser entfernt, sobald der "Schauer" aufgehoert hatte. In anderen Orten Suedaustraliens sah es aber noch weit schlimmer aus, wie man den Zeitungsbildern und Berichten entnehmen konnte. War ja klar, was sollte auch anderes auf eine Jahrhundertduerre folgen als ein Jahrzentgewitter?!
In der naechsten Woche feierte dann Jeff, einer der Supervisor, seinen Ausstand, welcher nach einem gemuetlichen Beisammensein in einen Boat Trip ueberging, da Max (ein weiterer Arbeitskollege) kurzerhand entschloss, uns Kneeboarden beizubringen. Also schnell sein schnittiges Schnellboot fertiggemacht und ab ging`s zum nahegelegenen Murray River. Nachdem Max` Sohn uns eine Demonstration in perfektem Wasserskifahren gegeben hatte, waren wir (Nels, Edi, Shon und ich) mit dem Kneeboard dran. Weltklasse! Max wollte uns anschliessend noch demonstrieren, was sein Boot so drauf hat, verpasste mit Highspeed eine Kurve und wir krachten in einen Baum am Ufer. Fazit: Steuer am Arsch, alle Mann an die Paddel (bzw. die Wasserski vom Sohnemann) und zum Lenken immer alle Mann auf die vorgegebene Seite. In der Daemmerung waren wir zurueck am Anlegeplatz. Sensationell! Sensationell!! Sen-sa-tio-nell!!!
Fuer die Nacht vor dem Australia Day (26/01, nationaler Feiertag und deshalb keine Arbeit fuer niemand, nicht mal fuer uns Backpacker) organisierten wir eine Karaoke-Party im Hostel. Am Nachmittag holten wir die Maschine von den "Party Boys" in Renmark ab und nach dem BBQ wurde kraeftig gesungen, getanzt, gelacht, gefeiert, eine weitere ueberragende Nacht!
Am ersten Februarwochenende ging es dann runter nach Adelaide zum Big Day Out (groesstes Eintages-Musik-Festival in Australien). Aber nicht nur am Tag des Konzerts, sondern an den kompletten dreieinhalb Tagen hatten wir (Mark, Rachel, Baptiste, Nels und ich) einfach eine relaxte, spassige, grossartige Zeit, ob am Strand, in der City oder in Glenelg. Dieser Road Trip wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Fuer die Musikinteressierten unter euch bzw. fuer Herrn Eck hier das Festivalfazit: 32000 Leute, super Wetter, super Stimmung, super Bands. The Vines waren grossartig, Tool wie immer fantastisch, die Winner des Abends waren aber Muse -> ganz, ganz, ganz grosser Sport! Ausserdem gesehen: The Killers, Jet, Eskimo Joe, My Chemical Romance.
Ja und dann kommt man zurueck, nach so einem grandiosen Wochenende und alles ist Scheisse: Gallo Orchards hat nicht mehr genug Fruechte um mir mehr als drei Arbeitstage pro Woche zu garantieren. Also neuer Job --> Orange thinning (Orangenbaeume ausduennen) fuer Yandilla: langweilig, aber einfache, gut bezahlte Arbeit. Am dritten Tag des neuen Jobs dann der Crash auf dem Weg zur Arbeit: Kaenguruh kommt "aus dem Dunkeln" - keine Chance zu bremsen oder auszuweichen - Crash - Kaenguruh tot - Autoinsassen mit Schock davongekommen - Schadensumme (Auto) ca. 300 $! Am naechsten Morgen springt der Ersatzbus nicht an und so weiter...
Mittlerweile ist aber schon eine weitere, gute, wenn auch sehr heisse Woche vergangen und alles sieht wieder sonniger aus, als in dieser Horrorwoche.
Ach ja, um den Bericht nicht mit schlechten Nachrichten enden zu lassen, habe ich die beste Story bis zum Schluss aufgehoben: An einem freien Tag fragte uns (Mark, Bastian, Sky und mich) unser Hostelmanager, ob wir Interesse haetten an einem Ein-Tages-Job auf der Muellkippe. Aber klar doch! Dort stand eine Inspektion an, weshalb alles an Muell, was vom normalen Platz durch Wind und Wetter an die Absperrzaeune befoerdert wurde, eingesammelt und zurueckgebracht werden musste. Zusammenfassend kann man also sagen, dass wir die Muelldeponie aufgeraeunt haben, klingt das nicht sensationell und macht sich bestimmt auch gut in meinem Lebenslauf! Auf alle Faelle ein weiteres unvergessliches Erlebnis. Demnaechst mehr.
Bis dann.

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Diary Photos
17th Feb 2007
FC Barmeracelona


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