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Kall on tour
13th Apr 2007
Go West - Tour

Heute mit:
- Schluss mit Fruitpicking
- Eyre Peninsula
- Nullarbor
- Suedkueste
- Suedwestkueste
- Perth
- Blues + Roots Festival
und Neues vom Musch!

Moin,
ich brauche ja nicht mehr zu erwaehnen, dass es schwerfaellt euch immer auf dem Laufenden zu halten. Nun sind wieder zwei Monate ohne Bericht vergangen und ich bitte dies zu entschuldigen. Also berichte ich jetzt ueber unsere grandiose Tour ueber die Nullarbor(-Wueste) und entlang der Kueste nach Perth.
Nach Beendigung der 3 Monate Fruitpicking in Barmera (die letzte Woche verbrachte ich mit Feigen pfluecken inklusive Baumklettereinlagen), sowie einem Abschiedsspiel der FC Barmeracelona Allstars und der obligatorischen Farewell-Party hies es Abschied nehmen von Barmera, dem Hostel und all den Backpacker-Freunden. Zu viert (Yoko - Japan, Rachel - England, Baptiste - Frankreich) ging es dann mit zwei Autos nach einem kurzen organisatorischen Wochenende in Adelaide auf die grosse Reise. Ueber Port Augusta, den Verkehrsknotenpunkt Australiens (hier treffen die Highways und Bahnstrecken von und nach Norden, Sueden, Osten und Westen aufeinander) fuhren wir entlang der Kueste der Eyre Peninsula. Highlights dieser grossen Halbinsel waren die beeindruckenden Felsformationen und die wilde Kueste auf dem Whaler's Way nahe Port Lincoln, Streaky Bay und Cape Bauer (!). Auch die Tierwelt lies sich in Form von Emus, Kaenguruhs, Seeloewen und vielem mehr oefter mal blicken.
Nach einer Woche Eyre Peninsula ging es dann ueber die Nullarbor, alle 100-200 km eine Tankstelle, ansonsten Nichts! Die hohen, steilen Klippen hier sind spektakulaer, aber viele Sehenswuerdigkeiten gibt es auf dieser 1300 km langen Strecke von Ceduna nach Norseman erwartungsgemaess nicht. Am zweiten Tag kam der Regen und dann genau auf halbem Weg zwischen zwei Tankstellen platzte einer meiner Reifen, nachdem Musch die Strecke, ausgenommen diverser Ueberhitzungsmomente, gut zu bewaeltigen schien. Also raus, im kompletten Nichts im stroemenden Regen Reifenwechsel! Und das war's leider noch nicht, denn das Reserverad entpuppte sich als nicht passend fuer dieses Auto. Nach mehreren Versuchen und mit einem Haufen Frust (fast alter Amok-Style!) wurde das Rad aber irgendwie "draufgekloppt" und hielt dann tatsaechlich auch bis Norseman, wo ein neues, nicht ganz billiges (Outback-Abzocke!) Rad aufgesetzt werden konnte, gleich nachdem der Regen stoppte. Ich entschuldige mich hiermit offiziell und schriftlich erneut bei meinen Mitreisenden fuer meine etwas unterkuehlte Laune an diesem Tag.
Am naechsten Tag ging es nach Esperance zur westaustralischen Suedkueste. Und dieser Ort entschaedigte komplett fuer den Horrortrip zuvor. Nicht nur das Esperance eine richtig schoene kleine Stadt ist, die Straende hier sind einfach unglaublich. So blieben wir nach einem Haufen Fahrerei in den vergangenen Tagen fuer vier relaxte Tage hier. Absolutes Highlight war der Cape Le Grand National Park mit einem perfekten Panoramablick vom hoechsten Felsen "Frenchman's Peak" ueber all die noch viel perfekteren Straende (weisser, feiner Sand, kristallklares Wasser, umrahmt von ein paar Felsen und Sandduenen, manche sogar mit Kaenguruhs aufm Strand, einfach traumhaft!!!). Naechster Stop auf unserer Tour war dann Albany, eine etwas groessere Stadt, aber sehr nett und der nahegelegene Torndirrup NP hat spektakulaere Felsformationen, wie Natural Bridge und The Gap zu bieten, echt sehenswert. Die grossartige Suedkueste wurde in den kommenden Tagen mit den atemberaubenden Karriwaeldern rund um Walpole und Pemberton komplettiert. Der Tree Top Walk (man schreitet in teilweise 80 Meter Hoehe durch die Baumwipfel) und die grossen erklimmbaren Climbing Trees (Eisenstege sind in den Baum gehaemmert und dann wird hochgeklettert bis auf 75 Meter Hoehe in ein Baumhaus, der Ausblick ist natuerlich auch wieder toll!) waren einfach weltklasse! Diese Baeume sind im wahrsten Sinne des Wortes gigantisch. Also, wie schon erwaehnt, diese Woche Suedkueste war absolut sensationell, weit oben in meiner Australia-Hitliste!
Doch weiter ging's entlang der Suedwestkueste, von Augusta, dem suedwestlichsten Zipfel bis Perth, der Metropole Westaustraliens (1,3 Mio. Einwohner). Auf dieser Route waren Jewel Cave (Tropfsteinhoehle), der Meekadarabee Wasserfall nahe Margret River, der laengste hoelzerne Bootssteg der suedlichen Hemisphaere in Busselton (2 km lang) mit tollem Unterwasser-Observatorium und die Delfine in Bunbury die Highlights.
Nach drei Wochen Reiseabenteuer erreichten wir schliesslich Perth, um erneut Arbeit zu finden und unser Konto wieder aufzubessern. Perth ist eine schoene, neue Stadt mit guten Straenden, coolen Leuten und relaxter Atmosphaere, kombiniert mit meist gutem Wetter. Ich habe nach einer Woche Zeltplatz jetzt einen Raum in einem 5-Leute-WG-Haus gefunden, supernett und superzentral zur City, Shops etc.. Nach einer Woche Jobben in einer Sport-Promotion-Firma mit leider nicht genug Gehalt (aber Free Tickets fuer mein erstes Aussie Rules Footy-Game live im Stadion, Ostersamstag in der Subiaco Oval, war grandios!!!), arbeite ich nun fuer eine Firma, die Mienenfahrzeuge und -instrumente ausruestet, aber mehr dazu in meinem naechsten Bericht. Ach ja, am vergangenen Wochenende (also vor Ostern) war ich auf dem Blues + Roots Festival in Fremantle. Die Musiker waren sensationell und das ganze Drumherum auch. Es spielten Wolfmother, John Butler Trio, Xavier Rudd, Gomez, Lee Scratch Perrry, Refugee Allstars u.v.m. Habe es richtig genossen, mal wieder Live Music, kommt auf meinem Trip irgendwie zu kurz, aber Schluss mit der Schwelgerei und Schluss mit dem Bericht. Demnaechst mehr.
Bis dann.

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Diary Photos
13th Apr 2007
Baptiste, Rachel and Yoko


13th Apr 2007
Cape Le Grand NP


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