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Kall on tour
2nd Oct 2007
Kall auf der Walz

Heute mit:

-   Darwin

-   Outback-Tour

-   wunderschoenen Straenden und Nationalparks

und (k)einer Ueberraschung?!

 

Moin,

nun ist schon fast ein Jahr in Australien rum und ich bin auf meiner Tour wieder am Ausgangspunkt Sydney angekommen. Doch alles schoen der Reihe nach:

Nach einem Besuch der schoenen Sunset Markets und eines tollen John Butler Trio-Konzertes in Darwin, war es Zeit weiterzuziehen. Da Yoko geplant hatte etwas laenger im Top End zu bleiben und Arbeit zu finden, war ich seit langer Zeit mal wieder solo unterwegs und das auch noch auf einer der vielleicht langweiligsten Strecken in Australien, von Darwin zur Ostkueste. So hies es auch erst mal Kilometer machen, bis ich in der groessten Stadt des Outbacks, der Mienenstadt Mt. Isa ankam. Und nichts liegt dort naeher, als sich das beeindruckende Mienenmuseum anzusehen. Man faehrt in den Untergrund und sieht, wie die Jungs dort in alten Zeiten geschuftet haben, nicht zu vergleichen mit der heutigen Hightech-Aircondition-Mienenarbeit. Ansonsten ist diese Stadt wirklich nichts Besonderes und so ging es auch schnell weiter auf dem "Waltzing Matilday"-Way, der eigentlichen Nationalhymne der Australier und speziell fuer dieses Lied gibt es doch tatsaechlich mitten im Nirgendwo ein tolles, mit neuester Technik ausgestattetes Museum in Winton. Ein unerwartetes Highlight dieser Outback-Tour. In der Gegend findet man auch das im Lied besungene Wasserloch in dem der Swagman "auf der Walz" ertrank und das Walkabout Creek Hotel, ja genau, das Pub in dem Crocodile Dundee persoenlich sein Bier zischt.

Nach minder langweiligen Tagen als vermutet, erreichte ich dann die Ostkueste in Rockhampton und die Umgebung mit Emu Park und Yeppoon ist sehr schoen, sehr gruen mit schoenen Straenden, einfach nett. Die Waltour in Hervey Bay war hingegen etwas enttaeuschend, da diese beeindruckend riesigen Meeresbewohner an jenem Tag nicht so richtig Bock hatten, uns eine grosse Show zu bieten. An der eigentlichen schoenen, wenn auch versnobbten Sunshine-Kueste wurde es dann aergerlich, da mein Geldbeutel aus dem Auto gestohlen wurde und ich Stunden damit verbrachte, alle Karten sperren zu lassen und neu zu beantragen. Deshalb wird mir Noosa und alles suedlich nicht in guter Erinnerung bleiben, da ich auch Brisbane nicht besonders mag und die Gold-Kueste mit der Partymetropole Surfers Paradise nicht nach meinem Geschmack ist. Schoene Straende ueberall, keine Frage, aber zu viele Party-Backpacker und Einheimische mit der Nase in den Himmel, nichts fuer den Herrn Lewey!

Das Hinterland dagegen war genau mein Stil, ein weltklasse Nationalpark nach dem anderen und keine Menschenmassen. Die Glass House Mountains, beeindruckende Huegel, die sich vom gruenen Land abheben, waren besonders von den vielen Lookouts aus spektakulaer. Ein schoener Regenwald-Walk durch das Mary Cairncross Reserve passte da herrlich dazu. Mount Tamborine ist ein Plateau mit viel Natur und Blicken ueber die gesamte Region bis zur Kueste, wirklich geil, alleine schon die Fahrt hinauf war ein Erlebnis, gegen die Steilheit dieser Strasse ist die Kolpingstrasse Dreck! Springbrook NP mit seiner Wasserfall-Hoehlen Sehenswuerdigkeit Natural Bridge war ebenfalls den Besuch wert, wie die Lookouts zum herausragenden Gipfel des Mt. Warning. Der absolut beste Nationalpark der Tour war aber Lamington. Wasserfaelle, Hoehlen, Klippen, Regenwald, Lookouts, Tiere ueberall, einfach weltklasse!!! An einem Tag wanderte ich vor lauter Begeisterung 30 km in 7 Stunden, war es aber absolut wert. Ein Paradies, alles gruen, kein Mensch, einfach wow! Am naechsten Tag streikte allerdings mein kompletter Koerper (quasi Ganzkoerperkrampf, jede Bewegung schmerzt) und ordnete Relaxen am Strand an. Dies tat ich dann auch ausgiebig im schoenen Byron Bay. Das Kap mit dem weissen Leuchtturm war eine weitere tolle Tageswanderung von meinem direkt am Strand gelegenen Broken Head-Campingplatz. Sicher ist Byron Bay auch voll von Backpackern und Touristen, aber auf einem anderen Level, da auch die Region mit dem bekannten Kifferort Nimbin (schoen bunt, aber nicht mein Ding!) mehr relaxten Lifestyle zelebriert. Nach einer ausgiebigen Erholungsphase in Byron ging es dann recht schnell die Ostkueste hinunter, da Coffs Harbour, Lake Maquarie und alles Drumherum keine grossen Highlights bieten. Ausserdem wollte ich rechtzeitig in Sydney sein um Stephan und Stephanie zu treffen, da die Zwei zwischen NZ, Fiji und Heimat noch einmal uebers Wochenende in Australiens schoenster Stadt Station machten. Und Danke euch Beiden fuer einen tollen Abend in der City. An dem Wochenende war in Darling Harbour auch noch Festival-Time mit einem China-, Brasilien-, Korea-, Strassenkunst-Festival, grosser Sport, Sydney praesentierte sich mal wieder von seiner besten Seite und es faellt immer schwer diese tolle Stadt wieder zu verlassen.

Diesmal ging es zurueck die Kueste hoch nach Newcastle, wo die Unterkunft billiger ist und es trotzdem, auch ohne Mega-Highlights, schoene Straende zum Relaxen und Organisieren gibt. Und zu Organisieren gab es einiges, da ich ja im Oktober mit Yoko auf grosse Japan-Tour gehe. Wenn du, lieber Leser, nun ueberrascht bist, hast du weder meine Mails erhalten, noch ein gutes Naeschen fuer die Situation (einige haben es wohl tatsaechlich vermutet) und/oder lebst eventuell hinterm Mond (aber da soll es ja auch ganz kuschelig sein). Wie auch immer, die offizielle Nachricht lautet: Yoko und ich sind schon seit Barmera-Zeiten zusammen und werden, wie gesagt, nun ihre Heimat bereisen, bevor es im November zurueck nach OZ geht. Und dann, schau mer mal! Der naechste Bericht ist dann auf jeden Fall ueber die Japan-Tour. Seid gespannt. Bis dann.



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Diary Photos
2nd Oct 2007
Glass House Mountains


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