|
Headbangalore und Hyderabad Alleine Reisen hat zwar auch Vorteile, aber ist ne ganze Ecke teurer und anstrengender als mit anderen zusammen. Besonders in den Staedten! Dieses ewige Rumgestreite mit Rikshafahrern, Hotelmanagern und anderen Leuten die dich verarschen wollen ermuedet ein wenig. Allerdings wird man davon durch ein unglaubliches Flair von echt schoenen Gebaueden, engen bunt bevoelkerten Gassen und Basaren entschaedigt. So ergehts mir zumindest grade in Hyderabad, wo ich heute morgen angekommen bin und morgen abend schon wieder abreise, da ich mir die Hoehlentempel in Ajanta und Ellora ansehen moechte und das am Wochenende keine so gute Idee sein soll. Nach einer wenig erholsamen Nacht im Nachtbus (Der indische Student neben mir dachte er koennte sich einen auslaendischen Freund machen, indem er mir immer grade dann eine unglaublich stumpfe Frage stellt, wenn ich kurz vorm einschlafen bin) und einer viel Diplomatie erfordernden Diskussion (er wollte mir bis in mein Hotelzimmer folgen) hab ich mir die geschaeftige muslimische Altstadt angesehn und bin jetzt so muede, dass ich gleich erstmal zurueck ins Hotelzimmer gehe und mich ein wenig hinlege. Die letzten beiden Tage in Bangalore verliefen viel besser als ich es mir anfangs vorgestellt habe. Meine Mission, indischen Rock, bzw. Punk, Ska oder Metal hab ich ziemlich erfolgreich abgeschlossen. Aber ganz von anfang an: Am zweiten Tag in Bangalore, hab ich mich erstmal mit einer Italienerin getroffen, die ich in der Orientation-Week von FSL kennengelernt hatte und danach nicht wiedergesehen hab, weil sie in ein Projekt nach Bidar ging (24 Stunden von Kundapur entfernt) und nun von Bangalore nach hause flog. Danach hab ich mich auf die Suche nach entsprechenden CDs gemacht. Nachdem ich mich erfolglos durch vier Musikgeschaefte geforstet hat, drueckt mir auf einmal jemand einen Flyer fuer ein Konzert mit den 13 besten (und wahrscheinlich den einzigen) Bangalore-Metalbands in die Hand. Am 11. Februar (also genau am selbigen Tag) und umsonst. Ich also nichts wie hin und stand auf einmal in mitten von indischen Headbangern die zu der Metalband auf der Buehne abging. Aber ich wollte ja eine CD haben. Also kurz beim Staff nachgefragt wurde ich erstmal zu dem Coordinator des Festivals, einen 21 Jaehrigen, sympathischen Typen, der auf den realtiv unindischen Namen Peter hoerte gebracht. Nachdem ich gesagt hatte woher ich komme, lief ales glatt: "Germany?!... Yeah, Wacken!.. come Backstage!" Das hab ich dann gemacht und ert hat mir gleich ne Demo-CD einer indischen Death-Metal Band in die Hand gedrueckt und mir versprochen, mir bis zum Tag danach eine MP3-CD mit mehr Interpreten zu brennen. Den Rest des Tages hab ich das Festival genossen und am kommenden Tag haben wir uns zum Essen getroffen, er hat mir tatsaechlich die CD gegeben, mit der Bitte in Deutschland ein bisschen Werbung fuer indischen Metal zu machen und danach sind wir in einen Second Hand Buchladen gegangen, der eine riesige Auswahl hatte (unter anderem auch englische Ausgaben von "Mein Kampf" was mich schon etwas geschockt hat). Fotos krieg ich immer noch nich hochgeladen hier und ausserdem schauen mir eh grad zu viele Leute ueber die Schulter (Privatsphaere ist in Indiens Internetcafes echt ein Luxus).
|
| 556 Words | This page has been read 48 times | View Printable Version |




