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Into the wild Heute mit: - Under Down Under - Zum Besuch beim Teufel - Die Komplettierung einer Australien-Rundreise - Der 30. Geburtstag-Trip oder - Dinner for Two - Teil II des letzten Megaberichts
Moin, nachdem ich nicht gerade voll ausgeruht von meinem Heimaturlaub in Deutschland zurueck nach Melbourne kam, war es gut zu wissen, dass Yoko’s und mein Jahresende-Trip nach Tasmanien nicht lange auf sich warten lassen wuerde. Nach einem Weihnachtsdinner mit den ganzen Fratzen von der Firma am letzten Freitag vor Weihnachten und die Verabschiedung in die zweiwoechigen Ferien ging es Samstagmittag per Tiger Air die gute Flugstunde runter nach Hobart und per Shuttle-Bus in die City. Schnell Einchecken im zentralen St. Ives Motel in Battery Point und ab ging’s voller Tatendrang rein in’s Getuemmel des tollen Salamanca Market. Das Meiste in dieser Stadt spielt sich im und um den Hafen ab und der ist mit seinen alten, gut erhaltenen und/oder restaurierten Gebaeuden, vielen Segelschiffen und Booten und gerade zur Marktzeit lebendigen Atmosphaere echt toll. Generell hat Hobart sehr schoene Eckchen, wie den herrlichen Salamanca Place, Battery Point und den kleinen aber feinen Botanischen Garten, denn wir am naechsten Vormittag kombiniert mit der Einkaufsmeile der Stadt besuchten. Eine sehr schoene Kleinstadt mit noch viel mehr Potential und ein toller Start in unser Tasmanienabenteuer, auch wettermaessig! Da hat mich doch der Sonnengott eiskalt erwischt und mir am ersten Tag einen Sonnenbrand verpasst. Bin ja jetzt ueber zwei Jahre hier und sollte es besser wissen, aber Tasmanien und Sonnenschein waren irgendwie nicht als Kombination in meinem System gespeichert. Na ja, es ging auf jeden Fall per Mietwagen (ein himmelblauer Corolla) noch am gleichen Tag runter nach Port Arthur, dem beruehmten Sightseeing Spot, wo die Ueberreste einer alten Gefaengniskolonie zu bestaunen sind. Waren wir von der Nacht- bzw. Ghost-Tour (null gruselig, leider!?) noch ein bisschen „unterwaeltigt“, war die Tagestour mit Schifffahrt und Besichtigung der einzelnen Gebaeude wirklich toll und die Tasman Peninsula, also die suedoestliche Halbinsel Tasmaniens, war allgemein sehenswert mit den anderen Highlights Eaglehawk Neck, Remarkable Cave, Blowhole, Tasman Arch und Devil’s Kitchen. Nach intensiver Recherche der Wetteraussichten beschlossen wir dann zunaechst die sonnigere Ostkueste hochzureisen und so erreichten wir an einem eher relaxten Tag entlang schoenen Straenden und schoenen kleinen Ortschaften unseren Campingplatz in Coles Bay, zum Energietanken vor dem grossen Spektakulum am darauffolgenden Heiligen Abend. Zurueckschauend auf unseren kompletten Tassie-Trip war der 24.12. mit Abstand der highlightreichste, ausgefuellteste, absolut fantastischste Tag. Frueh am Morgen ging es von Coles Bay in den nahegelegenen Freycinet NP, um den ueber die tasmanischen Grenzen hinaus beruehmten Wineglass Bay Walk mit spektakulaerem Aussichtspunkt ueber den tollen, sichelfoermigen Strand und die herrliche Natur im Hintergrund zu absolvieren. Ein toller Start zu diesem eventvollen, angenehm warm und sonnigen Tag. Eine weitere Autofahrt brachte uns hinauf nach St Helens und Binalong Bay in der Bay of Fires mit weiteren spektakulaeren Straenden gesaeumt von roten Felsen und der perfekte Stop fuer eine Siesta. Auf dem Weg weiter noerdlich Richtung Gladstone und einem kleinen Meeting mit einer der giftigsten australischen Schlangen (aus sicherer Entfernung!) erreichten wir am spaeten Nachmittag unser Tagesziel in der nordoestlichen Ecke Tasmaniens, den Mount William NP. Diese Gegend ist noch sehr wild und abseits der Touristenbuse und –routen, aber unser ultimatives Highlight des Urlaubs. Unser Camp wurde nahe eines verlassenen Strandes aufgeschlagen, bevor wir unser Weihnachstsdinner (Nudelsalat mit Brot) genossen und schliesslich in der Daemmerung mit unserem Auto den Forester Kangaroo Drive abfuhren, um so viele Kaenguruhs, Wombats, Wallabies und Possums zu bestaunen, wie nie zuvor, einfach ueberragend, wilde Tiere ueberall und ganz allein fuer uns, weltklasse!!! Nach dieser sensationellen Heiligen Nacht fuhren wir tags darauf ueber Gladstone an der tasmanischen Nordkueste entlang nach Bridport, Georgetown (mit schoenem Leuchtturm) und schliesslich Richtung Sueden hinein nach Launceston, wo wir in einem zentralen Backpacker Hostel eincheckten. Natuerlich wurde kurz darauf das Stadtzentrum inspiziert und auch dieser Tag mit einem Highlight beendet, einem laengeren Spaziergang zur schoenen Cataract Schlucht, die quasi an den Stadtkern anschliesst. Auch den zweiten Weihnachtsfeiertag (Boxing Day) hatten wir zur weiteren Erkundung Launcestons eingeplant, aber selbst die verrueckten japanischen Affen im City Park und ein anschliessendes, erstaunlich gutes, japanisches Restaurant-Dinner, konnten uns nicht voll von dieser zweitgroessten „Stadt“ Tasmaniens ueberzeugen. Kein Flair, nicht gross genug bzw. nicht klein genug, irgendwie nicht unser Favorit, aber es kann ja auch nicht Alles immer nur super sein. Jedenfalls ging es am naechsten Morgen weiter Richtung Westen mit einem Besuch in der Ashgrove Kaesefabrik in Elizabeth Town, ein Traum fuer jeden Kaeseliebhaber und auch ein weiterer Zwischenstop in Sheffield mit seinen Wandmalereien war den kleinen Umweg wert, bevor wir unser Tagesziel, diesmal der Cradle Mountain NP, gegen Mittag erreichten. Die beste Wanderung unseres Trips war jene um den Dove Lake, ein einfacher Rundweg um diesen See mit spektakulaeren Gebirgszuegen im Hintergrund, eine Kombination traumhaft fuer jeden Fotografen und Naturliebhaber. Der Tag wurde mit einer weiteren Wombat-Begegnung auf dem nahegelegenen Enchanted Walk abgerundet, bevor wir uns in herrlicher Kulisse im Roseberry Campground in unser Zelt kuschelten. Und dann, nach all diesen herrlichen Tagen (Highlight- und wettermaessig) kam der Regen. Es war der 28. Tag im Dezember des Jahres 2008, als der Wettergott entschied, dass mein Jubilaeumsgeburtstag nichts anderes verdient hatte, als 24 Stunden monsunartige Regenschauer im westlichen Teil Tasmaniens. Herzlichen Glueckwunsch! Unsere Tagesplanung, welche die Besichtigung der Westkuestenorte Strahan und Queenstown, sowie eine laengere Wanderung im Lake St Clair NP vorgesehen hatte ging im wahrsten Sinne des Wortes Baden und so entschieden wir uns fuer die Alternativen, mit der “Wall in the Wildernis“ (ein Kunstwerk ganz aus Holz und waehrend noch in der Mache, schon zu bestaunen und echt toll, mit welch Detail hier geschnitzt wurde!), Nelson Wasserfaelle (in voller Bracht, an einem Tag wie diesem) und einem schnellen Weiterreisen in die trockenere Mitte des Landes nach Bronte Park, wo uns die tolle Unterkunft (Highland Cabins) voll entschaedigte und wir nach einer weiteren Tierexpedition in der Daemmerung, zum Entspannen und ein bisschen zum Feiern kamen. So wurden wir am naechsten Morgen von den Schafen rund um unsere Cabin geweckt und die Wetteraussichten hoerten sich zumindest so gut an, dass wir zurueck zum Lake St Clair NP fuhren, um unsere Wanderplaene zu realisieren, was sich in dieser herrlichen Natur auch absolut lohnte. Auch die, spaeter am Tag, besuchten Wasserfaelle des Mt Field NP und eine seltene Begegnung dort mit einem wilden Schnabeltier waren ein absolutes Highlight. Und schliesslich schlossen wir die Tasmanienrundtour mit der Ankunft in unserem Domizil ueber Silvester, in Cambridge nahe Hobart ab. Die verbleibenden Tage wurden also von Cambridge aus gestaltet, ob es das klasse Taste-Festival in Hobart (das Grosse-Fressen-Festival wuerde als Name besser passen, wenn man sieht, was einige Gaeste hier an kulinarischen Koestlichkeiten reinstopfen!) war oder die Cascade Gardens, Mount Wellington (toller Aussichtspunkt ueber Hobart und die Umgebung) oder Fruechte ernten in der grossen Sorell Frucht-Farm, Ralphs Bay, Seven Mile Beach oder Richmond (sehr schoenes, altes Doerfchen, leider sehr touristisch) und natuerlich Neujahr in Hobart‘s Hafen (Feuerwerk war net schlecht, aber ansonsten war’s jetzt net gerade die Partymetropole an einem Abend wie diesen). Alles in Allem ein sehr entspannter, highlightreicher Urlaub in diesem noch sehr natuerlichen und naturbelassenen Teil Australiens. Tasmanien, we’ll be back!!! Bis dann. (Teil III des Berichts folgt in Kuerze)
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Cradle Mountain |
Hobart |
Port Arthur |
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Richmond Bridge |
Yoko @ Bay of Fires |
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