4 Wochen Thaifood
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Lebenszeichen Ich habe bemerkt, dass ich schlechtes Flugzeug-Karma habe. Jedenfalls hatte ich auf keinem meiner Fluege (sorry. Thais haben keine Umlaute) jemals einen angenehmen Sitznachbarn. Hier ein paar Beispiele: Korea 1996 = irgendein Typ, der mich stundenlang versuchte, mir seine Tupac-CD schmackhaft zu machen Korea 1999 = dicker koreanischer Geschaeftsmann mit Mundgeruch und feuchter Aussprache Honduras 2002 = Mutter mit weinemden Kind Diesmal war das Schicksal besonders grausam zu mir. Ich hatte ein Ehepaar aus Mannheim neben mir. Der Flug dauerte 10 Stunden. Und mehr moechte ich dazu nicht sagen. Potentielle Sextouris habe ich kaum gesehen - es waren nur ein paar Typen mit Vollbart, Bierbauchen und schlechtsitzender Kleidung im Flieger. Bei dem zwei Tzpen in Moenchskutten bin ich mir nicht sicher, es koennte sich dabei um ein raffiniertes Abwechslungsmanoever handeln. Fragen wollte ich nicht. In Bangkok angekommen, musste ich mir einen Weiterflug nach Krabi im Sueden des Landes organisieren. Dazu musste ich das Terminal wechseln. Mit dem Schritt aus dem Terminal renne ich in eine Wand aus Smog, Hitze und Feuchte, mein T-Shirt zeigt mir, das es nur eine begrenzte Aufnahmefaehigkeit hat was Schweiss betrifft und meine Boxershorts beginnen unbequem in meiner Poritze zu kleben (Fuer die Koreaner: vergleichbar mit Korea zu dieser Jahreszeit. Nur die Schriftzeichen sind anders und die Leute kleiner, muahaha). Im Flieger nach Krabi schlug das schlechte Flugzeug-Karma wieder zu. Diesmal in Form einer Gruppe hochbetagter US-Damen mit Namen wie Molly, Sharona und Heather. Und dementsprechen wurde den Flug ueber mein Trommelfell belastet. Irgendwann bin ich and Flugzeugende geflohen und hab gepennt. In Krabi habe ich Ian, einen Neuseelaender getroffen, der auch zum Klettern hergekommen ist. Zusammen sind wir mir dem Taxi nach Ao Nang, von wo wir mit einem kleinen Boot nach Railay uebersetzen mussten. Ok, ich weiss, dass euch die Namen nix sagen werden, aber was solls :-) Ich hatte mich entschieden, von Railay weiter nach Tonsai zu laufen, was sich im Nachhinein als Fehler erweisen sollte. Zum einen ist es relativ unklug mit zwei dicken Rucksaecken und nur mit Flipflops besohlt einen Kuestenweg einzuschlagen, welcher vor einer halben Stunde noch von der Flut bedeckt war. Ich bin einmal voll ausgerutscht und hab mir ein anderes Mal die Finger an einem scharfen Stein aufgeschnitten. Zum anderen sind auf Tonsai-Beach fast nur Kletterer unterwegs, die dermassen hart sind, dass sie den Garten ueberspringen und gleich im Vorgarten landen wuerden. Das sollte ich aber erst spaeter bemerken. Als ich ankam war es etwa 11 Uhr morgens und dermassen kaputt, dass ich das erstbeste Zimmer nahm, welches mir angeboten wurde. Es hat vier Waende, ein Bett und Wasser...manchmal fliesst es sogar. Allerdings kann man fuer 2 Euro pro Nacht auch echt nicht mehr verlangen. Dafuer liegt es fast direkt am Meer und der frische Seewind haelt die meisten der Moskitos ab. Nachdem ich mein Zeug verstaut hatte, begann ich mein Projekt Thaifood. Es war Reis mit etwas Gelbgruenem. Auf meiner Schaerfeskala bekommt das leckere Gericht eine 5 (0 ist muedes Gaehnen und 10 steht fuer rektalen Hornhautverursacher). Anschliessend hab ich mich in eine Haengematte gelegt und bin eingeschlafen. Nachmittags bin ich von Ian geweckt worden, der von Railaz ruebergekommen war und schon klettern wollte. Warum nicht? Wir also Ausruestung an und los an die Wand (welche gleich am Strand ist...so wie eigentlich alles hier). Besonders viel hab ich allerdings nicht gerisse, einfach weil ich muede war und wegen des Schnitts an der Hand. Heute haben Ian und ich noch Elli, Wortek und Dave getroffen und haben ein paar richtig coole Touren geschafft. Obwohl es offiziell Regenzeit ist, hab ich davon noch nix gemerkt. Meistens scheint die Sonne und die wenigen Wolken verleihen dem strahlend blauen Himmel etwas Reizvolles. Tjoa, das war es erstmal. Internet ist hier etwa teuer, darum werde ich nicht so oft schreiben, vielleicht jeden dritten Tag oder so. Das naechste mal erzaehl ich dann mehr ueber die Leute hier und nenne ein paar weiter Gruende, warum ich demnaechst den Strand wechseln werde. Machts gut Jun PS: Fuer die Kletterer: Alles Kalkstein, leicht zugaenglich und mitunter recht abenteuerlich gesichert. An meinem Strand meistens 7b aufwaerts mit sauharten Ueberhaengen. Ich bin heute meistens 6a/b hoch, habe aber seltsamerweise eine 7a geschafft. Anscheinend ist die Bewertung hier ein wenig lasch. Fuer die Partyleute: Bier 1,20 Euro. Cocktails und Longdrinks 2,10 Euro. Fuer den Rest: Mir gefaellts hier.
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