Diary for Round the world


Mangaokewa North Road (in der Nähe von Te Kuiti), 26.1-29.1.2012

2012-01-26 to 2012-01-29

Von Turangi war es eigentlich eine kurze Fahrt zu Fritz‘s Farm (zur Erklärung: Fritz ist Stephan’s Onkel, welcher vor ca. 15 Jahren nach Neuseeland ausgewandert war), aber bis wir ihn endlich gefunden hatten, dauerte dann schon.:-) Zuerst waren wir stolz, dass wir die Mangaokewa Road fanden. Diese war nicht geteert und deshalb sehr staubig. Nach 20 Minuten befanden wir uns immer noch auf derselben Strasse und das Atmen wurde schon langsam schwer (da unser Camper jetzt nicht unbedingt sehr dicht ist!) da kamen wir endlich zur Mangaokewa North Road. Dort trafen wir einen Mann, der uns sagte, dass es zu Fritz‘s Farm noch 2 Stunden sei. Beim nächsten Haus bogen wir in die Einfahrt und wollten die Bewohner dort fragen. Stephan hatte das Gefühl, diese Farm könnte es sein. Da aber ausser drei bellende Hunde niemand zu Hause war, fuhren wir weiter. Bald kam das nächste Haus, Stephan stieg aus und ging zum Haus. Etwa fünf Minuten später kam er strahlend zurück. Sein Bauchgefühl war gut gewesen, die Farm vorher gehört wirklich Fritz. Die Nachbarin erklärte, Fritz arbeite aber bis abends, so fuhren wir nach Te Kuiti und besichtigen das Dörfchen. Viel gab es da aber nicht zu sehen und so standen wir um 16.00Uhr wieder vor der Farm. Nachdem ich mich mit dem ersten Hund vertraut gemacht hatte und die Pferde begrüsst hatte, fuhr plötzlich ein Auto vor. Darin sassen zwei Schweizer, welche Fritz ebenfalls besuchen wollten. Der Mann, Rolf, kannte sich aus, da er schon 2 Monate bei Fritz gearbeitet hatte und so gingen wir ins Haus. Etwas später kam dann auch Joe (die WG-Partnerin) von der Arbeit nach Hause. Sie machte einen Schoppen und ging ein junges Geisslein füttern. Dann ging sie mit mir zu den Pferden, holte Fleisch aus dem Tiefkühler und fing an zu kochen. Zur selben Zeit kam Fritz nach Hause. Er sah immer noch so aus, wie wir ihn seit dem letzten Besuch in Erinnerung hatten. Wir assen zusammen und sassen noch lange im Wohnzimmer, bis schliesslich alle gähnten.

Am nächsten Tag ging Stephan mit Fritz um 6.00Uhr arbeiten und ich schlief noch etwas aus. Da es regnete, konnte ich nicht wirklich viel machen. Fritz kam um 11.30Uhr ohne Stephan nach Hause, Stephan sei noch benötigt worden.:-) Als Stephan dann völlig durchnässt nach Hause kam, hatte ich den Auftrag das Geisslein zu füttern- ach war das süss (siehe Video).:-) Nachdem Joe vom Arbeiten kam gingen wir in ein Restaurant essen. Wir hatten einen tollen Abend.

Am 27.1.12 assen wir zusammen Frühstück und dann fuhr uns Fitz mit dem Quad auf den Hügel. Auch du meine Güte war das eine Fahrt. Der Quad wäre eigentlich nur für eine Person gedacht und wir sassen zu dritt darauf.:-) Oben angekommen, staunten Stephan und ich nicht schlecht, als Fritz uns erklärte, was er alles „sein“ nennen darf. Der Ausblick war zudem der Hammer. Stephan fuhr anschliessend den Hügel herunter und ich fuhr die Strasse zurück. Danach ging ich mit Joe einkaufen, während Stephan Fritz half, die Siloballen einzuhagen. Als Joe und ich gerade auf dem Nachhauseweg waren, kreuzten wir die anderen Schweizer, welche weiter reisten. Nachdem die Männer gegessen hatten, fuhren Fritz, Stephan und ich zur Wasserquelle. Fritz war selber seit 4 Jahren nicht mehr da und musste den Weg im hohen Gras selber suchen. Es war toll zu sehen, wie Fritz sich sein Wassernetz schuf. Zurück auf der Farm, tranken alle ein Bier auf der Laube, bevor Fritz an einen Geburtstag ging. Joe kochte für Stephan und mich, es war ein richtig gemütlicher Abend.

Nach der Instruktion von Fritz, fuhren Stephan und ich am nächsten Tag mit dem Traktor aufs Land. Da musste Stephan liegendes Gras auftürmen. Nach einer Stunde wurde es mir langweilig und ich lief zurück auf die Farm. Joe arbeitete gerade im Garten. Nach dem Mittagessen kam Franz (auch ein Schweizer, der ausgewandert ist) vorbei und erzählte von seiner Tour in der Schweiz. Nachdem ich das Schaf geschöppelet hatte und Stephan und Fritz mit der Arbeit fertig waren, kochte Joe wieder ein wunderbares Abendessen für uns vier. Nachher ging sie zu ihrer Freundin und wir waren noch zu dritt. Fritz erzählte uns noch einmal ganz ausführlich, wie alles abgelaufen war, als er aus der Schweiz ging. Danach schauten wir zusammen Alben an und lachten viel. Es war ein richtig schöner Abschlussabend.